Fast 500 Jahre alter Weinkeller 1990 zum Restaurant erweitert.
Zur Geschichte unseres Weinkellers
Hier hatte in der romanischen Zeit die Kirche zu Merseburg Obedienz und Zehnten, auch die Collatur über die Kapelle "Beatae Mariae Magdalenae", die an dieser Stelle stand. Im Jahre 1427 wird diese Kapelle vakant durch den Tod des Kanonikers Johannes de Goth und den Kanonikern der Merseburger Kirche, Otto von Hayn und Johann Herbord, übertragen. Seit dieser Zeit kuemmerte sich niemand mehr um diese Kapelle und mit den Jahren verfiel sie. 1538 besuchte der Kurfuerst von Sachsen " August Friedrich", oefters die, seitlich vom Kellereingang gelegene Herberge "Ausspanne zur weissen Kueche", wechselte seine Pferde und verlieh dem Besitzer 1539 das Braurecht. Zur Lagerung des, fuer den eigenen Bedarf gebrauten obergaerigen Braunbiers, im Volksmund "Puparsch" genannt und den Wein der in kleinen Mengen in dieser Gegend angebaut und gekaeltert wurde, musste ein Lagerkeller gebaut werden. Da die Gegend zweimal im Jahrüueberflutet wurde entschloss man sich den Keller auf den Berg zu bauen an dem die Reste der verfallenen Kapelle standen. So wurde also aus den Steinen der ehemaligen Kapelle 1539 dieses Tonnengewölbe gebaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Keller nicht nur zur Lagerung von Bier und Wein, sondern auch zur Lagerung von Eis, welches in der Luppe geschlagen wurde, die in unmittelbarer Naehe des Kellereinganges vorueberfliesst, genutzt. In der Zeit des dreissigjaehrigen Krieges versteckten sich die Einwohner vor den Pluenderern und Brandstiftern in diesem Keller. Waehrend des zweiten Weltkrieges wurde der Keller auch als Luftschutzbunker genutzt. Spaeter wurden dann Kartoffeln und Rueben gelagert. 1985 fanden sich die ortsansaessigen Handwerker zusammen, schachteten den Keller wieder aus und machten ihn begehbar. Die lustigen Handwerker dieser Gegend feierten zu jeder Gelegenheit ihre Feste in diesem schoenen restaurierten Gewoelbe. 1990 bauten wir neben den Keller, in gleicher Tiefe, den fuer einen Gaststaettenbetrieb, notwendigen Versorgungstrakt unter die Erde. Und im August 1991eröoeffneten wir unseren "Kurfuerstlichen Weinkeller". Das im hinteren Teil des Kellers gelegene zweite Gewoelbe wurde im Sommer 1993 im gleichen Stil nachgebaut. Damit schafften wir einen zusaetzlichen Raum, der vorwiegend von unseren Stammtischgaesten genutzt wird. Zahlreiche philharmonische Konzerte im Weinkeller bereichern das kulturelle Leben unserer Buerger. Seit der Eroeffnung als Gaststaette bemuehen sich alle Mitarbeiter unseres Weinkellers, Fachpersonal und Lehrlinge, darum Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie moeglich zu gestalten. Da wir alle Speisen fuer Sie frisch zubereiten kann es passieren, dass es unter Umstaenden etwas laenger dauert. Bitte haben Sie dafuer Verstaendnis. Einen angenehmen Aufenthalt und schoene Stunden der Entspannung wuenscht Ihnen, Hans - Joachim Pomian
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Am Kellerberg 2, 06254 Wallendorf
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