Gut essen in München
In München endet die Weißwurst per ungeschriebenem Gesetz vor dem Mittagsläuten, sie soll das Zwölfuhrläuten nicht mehr hören. Man zuzelt sie aus der Pelle oder schneidet sie längs, dazu süßer Senf, eine Brezn und ein Weißbier. Der Viktualienmarkt mitten in der Stadt liefert Obatzda, Radi und Leberkäs, und im Biergarten unter Kastanien, etwa am Chinesischen Turm im Englischen Garten, darf man die Brotzeit sogar selbst mitbringen.
Sechs Traditionsbrauereien, nämlich Augustiner, Paulaner, Hacker-Pschorr, Löwenbräu, Spaten und Hofbräu, dürfen auf der Wiesn ausschenken und prägen das ganze Jahr die Restaurants in München. Abends verlagert sich das Leben ins Glockenbachviertel und an die Isarauen, wo im Sommer halb München am Fluss sitzt. Zwischen zünftiger Schweinshaxe und feiner Sterneküche spannt sich ein Restaurant in München weit, doch die Maß bleibt das Maß aller Dinge, und kaum eines der Restaurants in München verzichtet auf einen ordentlichen Biergarten.
