Gleich hinter dem Staatstheater im östlichen Ringviertel findet der Gast eine der ältesten Gaststätten Braunschweigs, die 1996 ihr 100 jähriges Jubiläum feiern konnte. Schon 1865 wurde das Grundstück gastronomisch genutzt.
Wirtshaus, Szenelokal und Eckkneipe … Gleich hinter dem Staatstheater im östlichen Ringviertel findet man eine der ältesten Gaststätten Braunschweigs, die 1996 ihr 100 jähriges Jubiläumfeierte. Schon 1865 wurde das Grundstück gastronomisch genutzt. Viel Prominenz gehörte seitdem zur Stammkundschaft. Der Schauspieler Hansjörg Felmy aß sich an den berühmten Kohlrouladen satt, Jurist Klaus Böker „zahlte“ die Zeche mit am Bahnhof „besorgten“ „Treue“- Briketts. Auch Nina Ruge gehörte dazu. Nur Ex-Bundeskanzler Schröder hat sein Versprechen, die „Linde“ mal zu besuchen, noch nicht eingelöst. Auch heute geben sich Künstler des Staatstheaters hier die Klinke in die Hand. Trotzdem ist die „Linde“ ein bodenständiges Ecklokal geblieben. An Stammtischen gibt’s die regelmäßigen Doppelkopfrunden, der Arbeiter im Blaumann trinkt sein Feierabendbier, der Banker erklärt dem Bauherrn seine Eigenheimfinanzierung, im Hinterzimmer (moderner Clubraum) findet eine Eigentümerversammlung statt und an Tisch 11 knutschen zwei 17jährige.Undmitten drin: Kultwirt Wolfgang „Elvis” Haberkamm. „Dies ist der einzige Ort auf der Welt, an dem man richtig verstanden wird”, so lautet die Kurzbeschreibung seines geliebten Lokals. Neben hausgemachten Suppen und Salaten gibt es gehobene Kost wie Sauerfleisch vom Wildschwein, Rehmedaillons, saisonale Küche, Wildbraten, Kaninchensülze oder Fasan-Terrine. Gefragt sind aber auch mediterrane Gerichte wie Lasagne, provenzalischer Gourmetteller oder Tagliatelle mit Lachs.